Krieg in der Ukraine: die neusten Entwicklungen

NZZ-Redaktion

Live-TickerKrieg in der Ukraine: Kiew verzeichnet nach russischen Angriffen zahlreiche Tote +++ Selenski fordert schmerzhaftere Sanktionen für RusslandDie wichtigsten Neuigkeiten zum Ukraine-Krieg im Überblick.NZZ-Redaktion15.05.2026, 04.43 Uhr20 LeseminutenHinweis der Redaktion: Dieser Live-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Die neusten Entwicklungen im Krieg in der Ukraine sind hier zu finden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Freitag, 15. 5.04.42 Uhr: Zahl der Toten nach Angriff auf Kiew steigt auf mehr als 20Die Zahl der Todesopfer nach der jüngsten russischen Angriffswelle auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist laut neuen Angaben auf 21 gestiegen. Zudem werden laut Rettungskräften noch immer 17 Personen in den Trümmern eines zerstörten Wohnblocks vermisst, wie ukrainische Medien berichteten. Dutzende Verletzte müssten behandelt werden.Am Donnerstagabend hatten die Behörden in Kiew noch von 16 Toten gesprochen. Russland hatte die Millionenmetropole und andere Städte in der Nacht mit Hunderten Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern attackiert – ein selbst nach mehr als vier Jahren Krieg aussergewöhnlich heftiger Angriff.Donnerstag, 14. 5.20.40 Uhr: Selenski fordert weitere Sanktionen gegen RusslandNach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten hat Präsident Wolodimir Selenski schmerzhaftere Sanktionen für Russland gefordert.Am Donnerstagmorgen ist ein Gebäude in Kiew ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagt Selenski in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf vorläufige Angaben. Das bedeute, dass Russland die dafür nötigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe.In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens zwölf Personen an, wie der Zivilschutz mitteilt. Darunter seien zwei Minderjährige. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von mehr als 50 Verletzten.15.03 Uhr: Sieben Tote in Kiew nach russischen AngriffenAngriffe gab es an mehreren Orten in Kiew. Einsatzkräfte bargen am Tag noch ganze Raketenteile.ReutersDie Zahl der Todesopfer in Kiew nach den nächtlichen russischen Drohnen- und Raketenangriffen ist nach offiziellen Angaben auf sieben gestiegen. Siebzehn Menschen gelten als vermisst. Nach Angaben von Kiews Bürgermeister Witali Klitschko ist auch ein zwölfjähriges Mädchen tot aus den Trümmern geborgen worden. Zudem wurden rund 40 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt verletzt.Landesweit habe das russische Militär 180 Objekte beschädigt, davon seien 50 ganz gewöhnliche Wohnhäuser, teilte Präsident Wolodimir Selenski mit. Neben Kiew hat es seinen Angaben nach auch das Umland der Hauptstadt mit sieben Verletzten, Charkiw mit 28 Verletzten und das Gebiet Odessa mit zwei Verletzten schwer getroffen.Ein Gebäude in Kiew war nach russischen Angriffen komplett eingestürzt. State Emergency Service of Ukraine / Handout09.34 Uhr: Ex-Präsidialamtschef Jermak in UntersuchungshaftIn der Ukraine hat das Oberste Anti-Korruptions-Gericht Untersuchungshaft gegen den früheren ukrainischen Präsidialamtschef Andri Jermak angeordnet. Die Haft gelte für zunächst 60 Tage, Jermak habe die Möglichkeit, gegen Kaution auf freien Fuss zu kommen, teilte der Richter am Morgen mit.Jermak war die rechte Hand von Präsident Wolodimir Selenski. Er muss sich wegen Geldwäsche-Vorwürfen verantworten. Ihm und fünf anderen Verdächtigen werden illegale Millionengeschäfte bei einem Luxusbauprojekt vorgeworfen. Der 54 Jahre alte Jermak hatte die Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen. Er sagte auch, dass er keine Mittel habe, um die Kaution von umgerechnet 2,72 Millionen Euro zu bezahlen.Am Vortag wurden auch Details über Jermaks Kontakt mit einer Esoterik-Beraterin zutage gefördert. Laut der Anklage habe Jermak, der bis November die rechte Hand von Selenski war, mit der Frau über die Besetzung von Spitzenposten in der Ukraine gesprochen. Er habe ihr Geburtsdaten von Kandidaten geschickt und um Rat gebeten.Bis zu seinem Rücktritt galt Jermak als der zweitmächtigste Mann in der Ukraine und führte für sein Land Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs.Andri Jermak muss sich wegen Korruptionsvorwürfen verantworten.Maxym Marusenko / EPA03.55 Uhr: Nächtliche Luftangriffe treffen UkraineIn der Ukraine sind die Menschen in der Nacht erneut von russischen Angriffen aus dem Schlaf gerissen worden. Im ganzen Land wurde Luftalarm ausgelöst. Laut ukrainischen Medienberichten warnte das Militär vor anfliegenden Drohnen und ballistischen Raketen. Aus der Hauptstadt Kiew wurden kurz darauf Explosionen gemeldet, mehrere Gebäude wurden beschädigt, wie das Nachrichtenportal «The Kyiv Independent» berichtete. Informationen zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor.Schon den ganzen Mittwoch über hatte das russische Militär Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen. Präsident Wolodimir Selenski sprach von mehr als 800 Drohnen. Mindestens sechs Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden. Selenski bezeichnete die Angriffe als «Terror».Mittwoch, 13. 5.17.52 Uhr: Slowakei schliesst überraschend Grenzübergänge zur UkraineDie Slowakei hat am Mittwoch überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen. Zunächst hatte den ungewöhnlichen Schritt die staatliche Finanzverwaltung bekannt gegeben, die unter anderem für den Zoll zuständig ist. In einer kurzen Pressemitteilung hiess es: «Aus Sicherheitsgründen sind heute seit etwa 15 Uhr bis auf Widerruf alle Grenzübergänge an der Grenze zur Ukraine geschlossen.»Der Nachrichtensender TA3 berichtete schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schliessung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert. Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schliesslich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpato-Ukraine der Anlass für die Grenzschliessung durch die ukrainischen Behörden gewesen seien.17.08 Uhr: Russland hat laut Selenski die Ukraine mit Hunderten Drohnen bombardiertRussland hat laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski am Mittwoch im Rahmen eines der längsten und grössten Angriffe des Krieges mindestens 800 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Dabei wurden sechs Menschen getötet und Dutzende im ganzen Land verletzt.Russland habe die westlichen Regionen der Ukraine ins Visier genommen, die am nächsten an den Grenzen zu den Nato-Ländern lägen, so Selenski auf der Plattform X.10.05 Uhr: Selenski warnt vor Drohnenangriffen RusslandsDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat vor Wellen russischer Drohnenangriffe im Verlauf des Tages gewarnt. Er erklärte, dass sich mehr als hundert Drohnen im ukrainischen Luftraum befänden, da Moskau seine Taktik geändert habe und zunehmend auch tagsüber angreife.«Russland setzt seine Angriffe fort und tut dies in dreister Weise – gezielt gegen unsere Eisenbahninfrastruktur und zivile Ziele in unseren Städten», schrieb Selenski auf X.Laut der ukrainischen Luftwaffe habe Russland das Land seit Dienstag (12. 5.) um 18 Uhr Ortszeit mit 139 Drohnen angegriffen, von denen 111 abgeschossen oder neutralisiert worden seien.Зараз у нашому небі більше сотні російських дронів, і протягом дня можуть бути ще хвилі дронових атак. Росія продовжує удари й робить це зухвало – цілеспрямовано проти нашої залізничної інфраструктури, проти цивільних об’єктів у містах. На жаль, після цих ударів є поранені та… pic.twitter.com/tCqlOjdE4Y— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 13, 2026

07.52 Uhr: 286 abgefangene Drohnen und Brand in EnergieanlageDas russische Verteidigungsministerium teilt laut Reuters mit, dass über Nacht 286 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgefangen und zerstört worden seien.In der südlichen Region Krasnodar fielen zu dem nach Angaben der örtlichen Behörden Drohnentrümmer auf das Gelände einer Industrieanlage und verursachten dort einen Brand. Es wurden keine Todesopfer oder Verletzten gemeldet, und das Feuer sollte voraussichtlich innerhalb weniger Stunden gelöscht sein.02.08 Uhr: Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der UkraineBei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Grossstadt Kriwi Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski verurteilte den Angriff «auf ein gewöhnliches Wohnhaus» als zynisch und militärisch sinnlos. Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag töte Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen. «Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen», schrieb Selenski auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschliesslich der Ausweitung der Luftabwehr, «können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten».Ein durch den Drohnenangriff beschädigtes Auto in Kriwi Rih.Stringer / ReutersDienstag, 12. 5.15.11 Uhr: Russland und Ukraine schiessen wiederNach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe haben Russland und die Ukraine wieder mit gegenseitigen Drohnenangriffen begonnen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski macht Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe verantwortlich. «Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Waffenruhe zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat», schreibt Selenski auf X. «Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden.»Die Ukraine, schreibt Selenski, kündigt an, dies mit Gleichem zu vergelten. «Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss.» Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Unter anderem wurde ein Wohnhaus in Orenburg im Süden des Urals beschädigt.11.26 Uhr: Selenski trifft Palantir-CEODer ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat sich laut eigenen Angaben mit dem Palantir-CEO Alex Karp getroffen. Kiew setzt verstärkt auf den Einsatz künstlicher Intelligenz, um sich im Krieg gegen Russland einen Vorteil zu verschaffen. Zusammen mit Palantir hat die Ukraine ein Projekt namens «Brave1 Dataroom» ins Leben gerufen, um auf der Grundlage von Kampfdaten, die seit der gross angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022 gesammelt wurden, künstliche Intelligenz zu entwickeln. Diese soll dabei helfen, russische Drohnen abzufangen.«Heute haben Technologie, KI, Datenanalyse und die Mathematik der Kriegsführung einen direkten Einfluss auf den Ausgang auf dem Schlachtfeld», sagte Verteidigungsminister Michailo Fedorow auf Telegram nach dem Treffen mit Karp. Fedorow, der bei seiner Ernennung im Januar eine umfassende, datengesteuerte Umgestaltung des Kiewer Militärs versprochen hatte, sagte, dass mehr als hundert Unternehmen über achtzig Modelle trainieren, um Luftziele zu erkennen und abzufangen.Er fügte hinzu, dass die Ukraine im Rahmen der Zusammenarbeit mit Palantir ein System zur detaillierten Analyse von Luftangriffen entwickelt sowie KI-Lösungen für die Verarbeitung grosser Mengen an Geheimdienstdaten implementiert. «Palantir ist ein renommiertes globales Unternehmen mit grossem Potenzial, und es gibt sicherlich Bereiche, in denen wir uns gegenseitig nützlich sein können, um die Verteidigung der Ukraine, Amerikas und unserer Partner zu stärken», sagte Selenski auf X. Selenski fügte hinzu, dass sie Bereiche der technologischen Entwicklung besprochen hätten, sowohl im Zusammenhang mit Kampfhandlungen als auch mit zivilen Bedürfnissen.A good meeting with the CEO of Palantir Technologies, Alex Karp. Step by step, we are developing cooperation with the American defense sector. Palantir is a renowned global company with strong potential, and there certainly are areas where we can be useful to one another,… pic.twitter.com/glMXHoXbfI— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 12, 2026

10.24 Uhr: Andri Jermak wegen Geldwäscherei angeklagtDie ukrainische Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft hat den früheren Stabschef von Präsident Wolodimir Selenski, Andri Jermak, wegen mutmasslicher Geldwäscherei angeklagt.Laut dem «Kyiv Independent» soll der Fall mit dem Bau einer luxuriösen Wohnanlage ausserhalb Kiews zusammenhängen. Über ein Netz von Scheinfirmen, Bargeldtransaktionen und fingierten Dokumenten sollen mehr als 460 Millionen Hrywna – rund 7 Millionen Franken – verschoben worden sein. Jermak bestreitet, Immobilien zu besitzen. Selenski hat sich bisher nicht offiziell geäussert.Jermak war im November zurückgetreten. Der Leiter der Präsidialverwaltung galt als graue Eminenz der ukrainischen Politik. Trotz heftiger Kritik hielt Präsident Selenski lange an seinem engsten Vertrauten fest.Die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft hat Selenskis früheren Stabschef Andri Jermak wegen Geldwäscherei angeklagt.Gleb Garanich / Reuters05.37 Uhr: Deutschland finanziert militärisches Ausbildungszentrum in der UkraineDeutschland beteiligt sich mit mehr als 10 Millionen Euro an einer EU-Initiative zum Aufbau militärischer Ausbildungszentren in der Ukraine. Mit dem Beitrag finanziere die Bundesrepublik die Infrastruktur für eine komplette Einrichtung, teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit.Dies sei eine von mehreren Massnahmen zur künftigen Abschreckung – auch nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland, sagte Pistorius. Bislang seien fast 27 000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet worden.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski und Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einem Treffen in Kiew am Montag.AP04.34 Uhr: Waffenruhe beendet – Ukraine meldet DrohnenangriffeNur wenige Stunden nach dem Ende einer befristeten Waffenruhe hat Russland die Ukraine gemäss ukrainischen Angaben erneut massiv angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Nacht Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wie Saporischja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumi im Norden und Mikolajiw im Süden seien betroffen.Kiews Militärverwalter Timur Tkatschenko schrieb auf Telegram, in der Hauptstadt seien Drohnentrümmer auf das Dach eines zwanzigstöckigen Wohnhauses gefallen. Über Verletzte und das Ausmass der Schäden gab es bisher keine Informationen. Die Zeitung «Kyiv Independent» berichtete über Explosionen.Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen. Beide Seiten verzichteten in dieser Zeit weitgehend auf Luftangriffe. Sie berichteten aber von vielen Verstössen des Gegners am Boden, auf die jeweils reagiert worden sei.Montag, 11. 5.21.40 Uhr: Russland hat im Krieg gegen die Ukraine laut einem unabhängigen Bericht über 300 000 Soldaten verlorenSeit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 sind mindestens 352 000 russische Soldaten zwischen 18 und 59 Jahren ums Leben gekommen. Das geht aus einem Bericht unabhängiger russischer Medien hervor.Der gemeinsame Bericht wurde von den unabhängigen russischen Online-Medien «Mediazona» und «Medusa» veröffentlicht. Die Schätzung basiert auf Daten aus Russlands öffentlich zugänglichem Nachlassregister, das Erbschaftsfälle erfasst. Die beiden Medien haben zusammen mit dem russischsprachigen Dienst des britischen öffentlich-rechtlichen Senders «BBC News Russian» zudem eine verifizierte Datenbank russischer Kriegstoter erstellt.Der ukrainische Generalstab hatte am Morgen seine eigenen Zahlen zu den russischen Verlusten veröffentlicht. Er geht von deutlich höheren Zahlen als im Bericht von «Mediazona» und «Medusa» aus. Russland hat laut der Ukraine seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 rund 1,3 Millionen Soldaten verloren. Die Zahlen sind allerdings nicht unabhängig überprüfbar.14.36 Uhr: neue EU-Sanktionen gegen die Verantwortlichen von KinderdeportationenDie EU hat neue Sanktionen gegen Verantwortliche des russischen Programms zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beschlossen. Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, richten sich die Strafmassnahmen gegen sechzehn Personen sowie sieben Organisationen. Betroffene Vermögenswerte in der EU werden eingefroren, zudem gelten Einreise- und Durchreiseverbote.Mit Sanktionen belegt wurden unter anderem die Leiterin eines Lagers für ukrainische Minderjährige sowie Einrichtungen, denen die EU ideologische Indoktrination, «Russifizierung» und militarisierte Erziehung von Kindern vorwirft.Laut Angaben der EU-Kommission wurden seit Beginn der russischen Invasion 2022 schätzungsweise 20 000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele hätten ihre Identität und Staatsbürgerschaft wechseln müssen und seien zur Adoption freigegeben worden. Laut ukrainischen Behörden konnten bisher nur rund 2100 Kinder zurückgebracht werden.Der deutsche Europa-Staatsminister Gunther Krichbaum sprach am Rande des EU-Aussenministertreffens in Brüssel von einer «humanitären Katastrophe». Die tatsächliche Zahl der verschleppten Kinder könnte deutlich höher liegen, da auch Minderjährige aus Kinderheimen weggebracht worden seien, sagte der CDU-Politiker.12.02 Uhr: Finnlands Präsident rät zu direkten Gesprächen mit MoskauBezüglich des Ukraine-Kriegs rät Finnlands Präsident Alexander Stubb zu direkten Gesprächen mit Russland. «Es ist Zeit, Gespräche mit Russland aufzunehmen. Wann es dazu kommen wird, weiss ich nicht», sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» in einem Interview.Am wichtigsten sei die Abstimmung aller untereinander, insbesondere zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien, Polen sowie den nordischen und baltischen Staaten mit einer Grenze zu Russland, führte Stubb aus. «Ob es dann ein Sonderbeauftragter oder eine Gruppe von Staats- und Regierungschefs sein wird, werden wir sehen.» Stubb sagte: «Ich glaube, dass die Möglichkeit eines Friedens zumindest für dieses Jahr nicht auf dem Tisch liegt.»09.45 Uhr: Kallas lehnt Schröder als europäischen Verhandlungsführer abDie Aussenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, hat einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin zurückgewiesen, wonach der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder Europa bei künftigen Gesprächen mit Moskau über europäische Sicherheitsvereinbarungen vertreten könnte. «Wenn wir Russland das Recht einräumen, einen Verhandlungsführer in unserem Namen zu benennen, wäre das, wie Sie wissen, nicht sehr klug», sagte Kallas gegenüber Reportern.Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas spricht am 11. Mai mit den Medien.Olivier Hoslet / EPASonntag, 10. 5.19.35 Uhr: Selenski meldet Missachtung von WaffenruheTrotz einer momentan geltenden Feuerpause setzen russische Truppen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski Angriffe «in den für sie entscheidenden Richtungen» fort. In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenski, dass Russland in den vergangenen 24 Stunden rund hundertfünfzig Angriffsaktionen gestartet habe. «An der Front hält sich die russische Armee nicht an die Waffenruhe und versucht es auch nicht besonders.»Auch das russische Militär wirft der Gegenseite fortwährende Provokationen und Angriffe vor. Unter anderem sollen in Belgorod vier Personen durch nicht näher beschriebene ukrainische Angriffe verletzt worden sein. Eine unabhängige Überprüfung dieser mutmasslichen Verstösse war nicht möglich.Nach Vermittlung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hatten sich Russland und die Ukraine wegen der Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg auf eine dreitägige Feuerpause geeinigt. Die Vereinbarung gilt bis inklusive Montag. Sollte Russland dann beschliessen, «zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren», werde die Ukraine umgehend reagieren und in gleicher Weise antworten.Selenski bestätigte den von den USA vermittelten Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen mit Russland. «Der Gefangenenaustausch – tausend gegen tausend – wird vorbereitet und soll stattfinden», sagte Selenski. Die russische Seite habe bereits eine Liste mit den Namen erhalten. Am Vorabend hatte der Kremlchef Wladimir Putin behauptet, von Kiew noch keine Antwort auf den erwarteten Austausch erhalten zu haben.Am Samstag besuchen Menschen in einem Park in Kiew während der Waffenruhe eine Yoga-Stunde: An der Front kommt es trotzdem zu russischen Angriffen.Diego Fedele / Getty18.25 Uhr: EU will Druck wegen Deportation ukrainischer Kinder erhöhenDie Aussenministerinnen und Aussenminister der EU-Staaten wollen an diesem Montag bei einem Treffen in Brüssel weitere Sanktionen gegen russische Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder verhängen. Betroffen sein sollen mehr als zwanzig Personen und Organisationen. Die Sanktionsbeschlüsse bedeuten, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot.Am Rande des Aussenministertreffens findet zudem ein Treffen der internationalen Koalition für die Rückkehr ukrainischer Kinder statt, zu dem auch der ukrainische Aussenminister Andri Sibiha erwartet wird. Seit Beginn der grossangelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 wurden laut Angaben der EU-Kommission schätzungsweise 20 000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele mussten Identität und Staatsbürgerschaft wechseln und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Bemühungen konnten bislang nur etwa 2100 Kinder zurückgebracht werden.Die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischina, spricht in Washington vor einer Wand mit Tausenden Teddybären, die an die deportierten ukrainischen Kinder erinnern.Julia Demaree Nikhinson / AP15.20 Uhr: Laut einem Bericht werden Witkoff und Kushner Moskau bald besuchenDer Kreml erwartet nach der amerikanischen Vermittlung einer dreitägigen Waffenruhe nun auch eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine. «Schon ziemlich bald» kämen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen wieder nach Moskau, sagte der für die Verhandlungen zuständige Kreml-Beauftragte Juri Uschakow dem russischen Staatsfernsehen. Ein Datum nannte er nicht.Uschakow erklärte, dass durch mehrfache und «nicht einfache» telefonische Kontakte mit der US-Seite die noch bis diesen Montag laufende Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew erreicht worden sei. Uschakow wiederholte, dass Russland zur Beendigung des Krieges bereit sei, wenn die Ukraine ihre Streitkräfte aus dem Donbass abziehe. «Sie wissen in der Ukraine, dass sie das tun müssen – und sie werden es früher oder später ohnehin machen», sagte Uschakow.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte diese Bedingung Moskaus stets kategorisch abgelehnt. Dabei geht es vor allem um das Gebiet Donezk, das Russland grösstenteils besetzt hat. Moskaus Truppen gelingt es bis jetzt nicht, in die für Kiew strategisch wichtigen Städte wie Kramatorsk und Slowjansk vorzudringen. Selenski weist die Kreml-Forderung zurück, die Städte kampflos aufzugeben.Jared Kushner, Sondergesandter für den Frieden, und Steve Witkoff, Sondergesandter für Friedensmissionen, hören zu, während US-Vizepräsident J. D. Vance (nicht im Bild) spricht.Jacquelyn Martin / Reuters8.30 Uhr: Putin bringt Altbundeskanzler Schröder als Vermittler ins GesprächDer Kremlchef Wladimir Putin hat den seit langem mit ihm befreundeten Altbundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine vorgeschlagen. Obwohl sich die USA um Vermittlung bemüht hätten, könne er sich von europäischer Seite den früheren SPD-Chef als Vermittler vorstellen, sagte Putin am Abend bei einer ausserordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau.«Von allen europäischen Politikern würde ich Schröder für Gespräche bevorzugen.» Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. «Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar.»Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei.Ramil Sitdikov / ReutersSamstag, 9. 5.21.16 Uhr: Putin sieht baldiges Ende des Ukraine-KonfliktsRusslands Präsident Wladimir Putin erklärte am Samstag vor Journalisten, er glaube, dass die Angelegenheit im Ukraine-Krieg zu Ende gehe. Die russische Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 hatte die schwerste Krise im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen seit der kubanischen Raketenkrise 1962 ausgelöst. Damals fürchteten viele Menschen einen drohenden Atomkrieg.Laut einem Bericht der «Financial Times» bereiten sich die Spitzen der EU auf potenzielle Gespräche vor. Der Kreml hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass der erste Schritt von den europäischen Regierungen kommen müsse, da diese den Kontakt nach dem Kriegsbeginn 2022 abgebrochen hätten.Der russische Präsident Wladimir Putin gab am Samstag (9. 5.) eine Medienkonferenz.Maxim Shipenkov / Reuters14.21 Uhr: Russland und die Ukraine werfen sich Verstösse gegen die Waffenruhe vorDas russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine Verstösse gegen die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vermittelte Waffenruhe vorgeworfen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten ungeachtet der Vereinbarung mit Drohnen und Artillerie russische Positionen und auch zivile Objekte angegriffen, teilte das Ministerium laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax mit. Betroffen gewesen seien unter anderem die Gebiete Kaluga, Tula, Smolensk, Kursk, Brjansk und Belgorod sowie im Süden die Teilrepublik Tschetschenien und die Regionen Stawropol und Krasnodar.Eine Bestätigung dafür von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht. Allerdings hat auch der ukrainische Generalstab nach Beginn der Waffenruhe Angriffe von russischer Seite vor allem in den umkämpften Regionen im Donbass beklagt. Die Rede war von 45 Attacken bis zum frühen Morgen.Freitag, 8. 5.20.20 Uhr: Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und RusslandDer amerikanische Präsident Donald Trump hat laut eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab Samstag geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von tausend Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. «Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage vom 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden», sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen.Ukrainian President Zelensky confirms intent to hold a major prisoner swap with Russia in the coming days, says the ceasefire should also be in force from May 9 to May 11."Red Square is less important to us than the lives of Ukrainian prisoners who can be returned home,"… https://t.co/Z5HmbJnFFN pic.twitter.com/G5tIo01ZTR— Status-6 (War & Military News) (@Archer83Able) May 8, 2026

Russland habe der Initiative von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, vom 9. bis zum 11. Mai einen Waffenstillstand mit der Ukraine zu vereinbaren und in diesem Zeitraum einen Gefangenenaustausch mit Kiew durchzuführen, erklärte der Kreml-Berater Juri Uschakow am Freitag.15.40 Uhr: Waldbrand in der Sperrzone um TschernobylIn der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Vortag durch zwei russische Drohnen ausgelöst worden, teilte die Zonenverwaltung mit. Die Brandfläche werde auf mehr als 1100 Hektaren geschätzt.Trockenes Wetter, starker Wind und Minengefahr erschweren laut der Verwaltung die Löscharbeiten. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die Strahlenbelastung am Vormittag im Normbereich gelegen habe.Am 26. April 1986 geriet in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl ausser Kontrolle, und es trat der grösste anzunehmende Unfall (GAU) ein.40 Jahre nach der Katastrophe: Der Krieg bringt Tschernobyl erneut in Gefahr8.16 Uhr: Die Ukraine greift mehrere Ziele in Russland anIn der Nacht hat Kiew mehrere Ziele in der südrussischen Region Rostow angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitteilt. Bei den Angriffen seien in mehreren Städten Einschläge registriert worden, es gebe Schäden an Wohnhäusern, und ein Lastwagen sei beschädigt. Tote oder Verletzte hat es laut dem Gouverneur keine gegeben. Die ukrainische Seite bestätigt die Angriffe. Wegen der Angriffe seien derzeit dreizehn Flughäfen im Süden von Russland vorübergehend geschlossen.8.09 Uhr: Kiew greift russische Ölanlage anUkrainische Streitkräfte haben in der Nacht auf Freitag eine russische Ölanlage in Jaroslawl, mehr als 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, angegriffen, wie der ukrainische Präsident Selenski auf Telegram mitteilt. Er sprach von einer Reaktion auf die russischen Angriffe «auf unsere Städte und Dörfer».Donnerstag, 7. 5.20.19 Uhr: Moskau bekräftigt einseitig ausgerufene WaffenruheMoskau hat seine einseitig ausgerufene Waffenruhe bekräftigt. Entsprechend der Entscheidung des Kremlchefs Wladimir Putin erkläre Russland über die Tage zum Gedenken an den sowjetischen Sieg über Nazideutschland von 0 Uhr am Freitag (Ortszeit) bis zum 10. Mai eine Waffenruhe, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. In dem Zeitraum würden russische Truppen die Kampfhandlungen vollständig einstellen.Gleichzeitig wiederholt Moskau seine Drohung, mit einem massiven Angriff auf das Zentrum von Kiew zu reagieren, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten in Moskau zu stören. Das Ministerium ruft erneut ausländische Diplomaten und Zivilisten auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.Moskau feiert traditionell am 9. Mai den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland auch mit einer Militärparade auf dem Roten Platz. Anlässlich der Feierlichkeiten hatte Russland einseitig eine Waffenruhe für Freitag und Samstag erklärt, worauf Kiew wiederum mit dem Vorstoss einer einseitig ausgerufenen Feuerpause schon ab Mittwoch reagierte. Die Ukraine gab diese nach einem Tag wieder auf und reagierte auf fortdauernde russische Attacken mit einem ihrer bisher grössten Drohnenangriffe.17.30 Uhr: Die Ukraine meldet Beschuss von russischem RaketenkreuzerDas ukrainische Militär hat laut eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschiessen könne, teilt der Generalstab in Kiew auf Facebook mit.Das Ausmass der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellt das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs bereit, die anscheinend von der angreifenden Drohne stammt. Der Standort der Korvette war offenbar die Grossstadt Kaspisk in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.Die Ukraine hat in letzter Zeit mehrfach den Beschuss russischer Kriegsschiffe gemeldet. Neben Einheiten der Schwarzmeerflotte traf es auch Kriegsgerät der russischen Ostseeflotte.15.17 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff trotz Waffenruhe – auch Russland greift weiter anDas russische Verteidigungsministerium teilt mit, über Nacht seien 347 feindliche Drohnen abgefangen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar; es ist aber eine der höchsten je gemeldeten Zahlen. Betroffen waren fast alle Regionen in West- und Zentralrussland. Ein Angriffsziel lag nach übereinstimmenden Berichten beider Seiten in der Stadt Perm am Ural. Die Stadt liegt 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt.Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski rechtfertigt die Angriffe, die trotz der einseitig durch die Ukraine erklärten Feuerpause geflogen wurden. «Wir haben eine Waffenruhe ab Mitternacht des 6. Mai vorgeschlagen», schreibt er in den sozialen Netzwerken. «Gestern und heute ist diese Waffenruhe von Russland gebrochen worden. Die spiegelbildliche Reaktion auf die russischen Angriffe sind unsere Langstreckensanktionen» – gemeint sind Drohnenangriffe auf das russische Hinterland.Wie am Mittwoch griff die russische Armee laut Angaben des Kiewer Militärs auch in der Nacht zum Donnerstag mit Kampfdrohnen an. Die ukrainische Luftwaffe ortete 102 russische Drohnen, von denen 92 abgefangen worden seien. Einschläge habe es an sechs Stellen gegeben. Verletzte wurden unter anderem aus Charkiw und Cherson gemeldet. Die Angriffe zogen sich bis in den Vormittag. Auf die Grossstadt Dnipro wurde eine ballistische Rakete abgefeuert.Ein Satellitenbild zeigt Rauch, der von einer Ölpumpstation bei Perm aufsteigt.Europäische Union / Copernicus SentinMittwoch, 6. 5.21.10 Uhr: Russland warnt diplomatische Vertretungen in KiewDas russische Aussenministerium hat diplomatische Vertretungen angewiesen, ihr Personal aus Kiew zu evakuieren. Die Warnung gilt für den Fall, dass die Ukraine die Feierlichkeiten zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai stören und Moskau mit einem Grossangriff reagieren sollte.«Das russische Aussenministerium fordert die Behörden Ihres Landes nachdrücklich auf, . . . diese Erklärung mit grösster Verantwortung zu behandeln und die rechtzeitige Evakuierung des Personals diplomatischer und anderer Vertretungen aus der Stadt Kiew sicherzustellen, da ein Vergeltungsschlag der russischen Streitkräfte gegen Kiew unvermeidlich ist», sagte die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, in einem auf Telegram veröffentlichten Video.16.40 Uhr: Ukraine bekommt beschlagnahmte Millionen aus Ungarn zurückDie Ukraine hat laut Angaben von Präsident Wolodimir Selenski beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen. Selenski sprach in sozialen Netzwerken von einem «wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn».Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemässigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie 9 Kilogramm Gold wurden beschlagnahmt. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt.Die ungarischen Behörden sprachen in diesem Fall von «Geldwäsche», legten aber zu keinem Zeitpunkt Belege vor, die diesen Verdacht erhärtet hätten. Sieben ukrainische Begleiter des Transports wurden festgehalten, später aber in die Ukraine entlassen. Auch die beiden Transportfahrzeuge wurden der Ukraine übergeben.15.28 Uhr: Einseitig ausgerufene Feuerpause – Kiew kritisiert MoskauNach Beginn der einseitig von Kiew ausgerufenen Waffenruhe erhebt die Ukraine Vorwürfe gegen Moskau. Präsident Wolodimir Selenski warf Russland vor, die von ihm verkündete Waffenruhe zu ignorieren. Der Kreml hat sich zu dem Vorhaben bisher nicht geäussert, aber zuvor selbst eine Feuerpause festgelegt, die jedoch erst später beginnen soll.Selenski sprach von mehr als 1800 festgestellten Verstössen innerhalb der ersten zehn Stunden. Die russische Seite habe die Waffenruhe gebrochen, schrieb er in sozialen Netzwerken. Die Reaktion der Ukraine darauf liess Selenski zunächst offen. Am Abend solle auf Grundlage von Berichten der Armee und des Militärgeheimdienstes über das weitere Vorgehen entschieden werden.Die Ukraine hatte den Beginn der Waffenruhe auf 0 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23 Uhr MESZ) festgesetzt und gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite sich nicht daran halten sollte. Moskau hatte zuvor eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet – Anlass sind die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai.8.49 Uhr: Kiew wirft Russland Verletzung der Waffenruhe vorRettungskräfte versorgen in Saporischja Verletzte.ReutersNach Angriffen auf Charkiw, Saporischja und die Region Sumi in der Nacht wirft Kiew Moskau vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Der ukrainische Aussenminister Andri Sibiha schrieb auf X, Russland habe die um Mitternacht initiierte Waffenruhe verletzt. Bei einem Angriff auf die Region Sumi ist laut Angaben des Militärgouverneurs der Region bei einem Angriff auf ein ziviles Auto eine Frau getötet worden. Der Fahrer des Autos sei verletzt ins Spital gebracht worden.Rettungsarbeiten bei einem Privathaus in Charkiw, das in der Nacht auf Mittwoch von einer russischen Drohne getroffen wurde.Vyacheslav Madiyevskyy / ReutersMit Agenturmaterial.Passend zum Artikel

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