Arbeitslosigkeit bei jungen Akademikern: Sie dachten, der Arbeitsmarkt habe nur auf sie gewartet
Ungewohnt viele junge Akademiker sind derzeit arbeitslos. Woran liegt's? Neue Daten zeigen, wer betroffen ist – und wo es trotz Krise noch Jobs für Berufsanfänger gibt.
Die Arbeitslosenquote unter jungen Akademikerinnen und Akademikern hat sich verdoppelt, besonders in der IT-Branche. Trotz gutem Abschluss und Erfahrung haben viele Schwierigkeiten bei der Jobsuche. Experten erklären, dass die Entwicklung auch mit dem schnellen Wandel in der Informationstechnik zusammenhängt. Bewerbungsverfahren sind zermürbend und Anforderungen oft überzogen. Die steigende Arbeitslosigkeit betrifft nicht nur junge Absolventinnen, sondern auch ältere Arbeitnehmerinnen. Junge Leute wie Amina Kaya zweifeln an ihrem Studium und müssen sich neue Wege in der Berufswelt suchen.
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Fünf Mal dachte Amina Kaya*, sie habe es geschafft. Fünf Mal kam die Absage. Kaya hat ein Masterstudium in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Trotzdem ist die 27-Jährige nach mehr als einem halben Jahr noch arbeitslos.
"Ich hatte nach meinem Studium ein super gutes Gefühl", sagt Kaya. Ihr Abschluss sei gut, sie habe mehrere Jahre Erfahrung als Werkstudentin, gute Arbeitszeugnisse. "Die ganze Zeit haben mir alle gesagt, in der IT würden händeringend Leute gesucht." Mehr als 100 Bewerbungen hat sie seitdem geschrieben. Rückmeldungen oder Feedback bekomme sie selbst auf Nachfragen hin kaum.